Keynote Abschlussvortrag

„Mit automatisiertem Fahren die Mobilität der Zukunft gestalten.“
Daniel Landolf, Leiter Konzernbereich, PostAuto Schweiz

In der Schweiz kennt wohl so ziemlich jeder die über 2.000 gelben Postautos und ihren traditionellen Dreiklang „Dü-Da-Do“. Seit Sommer 2016 ist PostAuto auch bekannt als Pionier im automatisierten Fahren: Das Schweizer Transportunternehmen gehört zu den ersten der Welt, die mit selbstfahrenden Bussen auf öffentlichen Straßen unterwegs sind. Über 25.000 Fahrgäste sind bisher mit einem sogenannten „SmartShuttle“ gefahren. Alleine in den Gassen und Straßen von Sion haben die beiden SmartShuttles, die dort seit dem vergangenen Sommer im Testbetrieb unterwegs sind, im Langsamverkehr bereits rund 3.000 Kilometer zurückgelegt. Mit den SmartShuttles will PostAuto die Menschen an Orte bringen, wo sie bisher mit dem öffentlichen Verkehr nicht hinkamen. „Der Test in der Schweiz wird aufzeigen, was autonomes Busfahren den Fahrgästen bringt“, erklärt Daniel Landolf. „Interessant ist insbesondere die Frage, wie sich autonome Shuttles beispielsweise für Fußgänger- und Begegnungszonen sowie Firmen- und Messegelände eignen.“ Mit seiner Keynote zum Abschluss des 8. ÖPNV-Innovationskongresses bietet Daniel Landolf einen Einblick in ein aktuelles Projekt und eröffnet zugleich die anschließende Podiumsdiskussion. Auch hierzulande wird das Thema „Autonomes Fahren“ diskutiert und sammeln Hersteller und Verkehrsunternehmen Erfahrungen mit dem automatisierten Fahren. In Nürnberg sind zum Beispiel bereits seit 2008 auf einzelnen Linien U-Bahnen vollautomatisch, also ohne Fahrer, unterwegs. In Oberhausen testeten die Stadtwerke im Mai 2016 das autonom gesteuerte Fahrzeug Arma des französischen Herstellers Navya im Bereich des Einkaufszentrums CentrO und seit dem vergangenen Jahr dreht auf dem EUREF-Campus in Berlin der fahrerlose Kleinbus Olli des US-Autobauers Local Motors seine Runden. Eine Vision der Experten: In einigen Jahren könnten zum Beispiel autonome Busse Pendler von Randgebieten an Verkehrsknotenpunkte wie S-Bahn-Haltestellen befördern. Ist das bestenfalls Zukunftsmusik? Welche technischen, rechtlichen und auch ethischen Bedingungen müssen erfüllt sein, um entsprechende Systeme betreiben zu können? Wo liegen die Vorteile, wo die Herausforderungen? Das sind Fragen, die sicherlich auf dem Podium zur Sprache kommen werden.

Der Vortrag von Daniel Landolf mit anschließender Diskussion findet am Donnerstag, 16. März 2017, von 10.45 bis 13.00 Uhr, statt.

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