Die Vortragsreihe

Den direkten Praxisbezug vermitteln die 20 Vorträge aus den Bereichen „Kundenorientierung“, „Betrieb / Verkehrsplanung“, „Umwelt / Technologie“, „Marketing / Tarife“ und „Umweltverbund“ am zweiten Kongresstag (15. März 2017). Dabei geben Experten und Praktiker einen Einblick in ihr jeweiliges Tätigkeitsfeld und präsentieren Ansätze für eine zukunftsweisende Mobilität.

Zu den Vorträgen:

1. Kundenorientierung

„Aus Kundensicht: Eine emotionale Reise mit dem ÖPNV – Begeisterungs- und Kritikfaktoren“
Dr. Alexandra Zaugg, Schweizerische Bundesbahnen (SBB)

„Die Mobilität unserer Kunden wird in Zukunft immer stärker intermodal sein“, ist Dr. Alexandra Zaugg, Customer Experience Managerin und Marktforschungsspezialistin bei der SBB, überzeugt. „Dank der neuen Fortbewegungsmittel wird es einen stärkeren Wettbewerb zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern geben. Zufriedene Kunden sind daher das A und O.“ Es bleibt die Frage: Wie erreiche ich Zufriedenheit beim Kunden? Was begeistert, was ärgert sie?
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„Den Nahverkehr attraktiver machen: Freies WLAN in Bus und Bahn“
Dr. Walter Casazza, Stadtwerke Augsburg

Wie gelingt es, den ÖPNV noch attraktiver zu gestalten? Welche Chancen bietet die Digitalisierung hinsichtlich der Kundenbindung? Diese Frage stellten sich die Stadtwerke Augsburg. Seit Oktober 2015 bietet das Unternehmen seinen Fahrgästen freies Internet in Bussen an. Straßenbahnen folgten. Ein Erfahrungsbericht von Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.
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„Kundenservice im digitalen Zeitalter: Das neue Kundencenter des Zürcher Verkehrsverbundes“
Thomas Meier, Verkehrsbetriebe Zürich

Drei von vier Tickets des öffentlichen Verkehrs kaufen die Kunden des Zürcher Verkehrsverbundes bereits selbstständig am Automaten, im Internet oder über das Smartphone. Doch auch im digitalen Zeitalter gibt es Anliegen, die eine kompetente persönliche Beratung erfordern. Diese bieten die Angestellten des ZVV-Contact-Kundencenters im Zürcher Hauptbahnhof.
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„Mit einem hochwertigen Verkehrsangebot neue Kunden gewinnen: Der RegioBus Sigmaringen – Überlingen“
Landrätin Stefanie Bürkle, Landkreis Sigmaringen

Dünne Besiedlung, ländliche Infrastrukturen, sinkende Schülerzahlen auf der einen und eine immer älter werdende Bevölkerung auf der anderen Seite – die Herausforderungen, denen sich der ÖPNV gerade in ländlichen Regionen gegenüber gestellt sieht, sind bekannt. Der RegioBus DonauBodensee sorgt seit 2016 dafür, dass eine Region den Anschluss nicht verliert.

2. Betrieb / Verkehrsplanung

„Integrierte Mobiltätskonzepte: Neue Wege zur Mobilität im ländlichen Raum“
Dr. Dirk Wittowsky, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung

„Um die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen in ländlichen und nachfrageschwachen Regionen auch in Zukunft zu gewährleisten, müssen innovative und integrierte Mobilitätskonzepte unter Einbezug aller Verkehrsträger entwickelt werden“, fordert Dr. Dirk Wittowsky vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung.
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Autonomer on demand Verkehr – Die Zukunft gehört dem ÖPNV!“
Dr. Tom Kirschbaum, Door2Door

Die Digitalisierung hat die Mobilitätsindustrie voll im Griff: App-basierte Geschäftsmodelle, nachfrageorientierte Angebote und autonome Fahrzeuge weisen den Weg. Dabei scheint der Eindruck, dass US-amerikanische Technologiefirmen das Ende des klassischen Nahverkehrs einläuten, nicht weit hergeholt. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
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„Busbeschleunigung in Hamburg: Damit der Nahverkehr wieder attraktiver wird“
Roland Hansen, Freie und Hansestadt Hamburg;
Christian Trahms, Hamburger Hochbahn AG

Verspätungen, Pulkbildungen und Besetztmeldungen prägten in der Vergangenheit häufig das Bild im Hamburger Busverkehr. 2012 riefen daher Behörden und Verkehrsunternehmen ein Infrastruktur-Programm ins Leben. Gemeinsam arbeiten die Partner seitdem daran, mit dem Busbeschleunigungsprogramm Qualität, Pünktlichkeit und Leistungsfähigkeit des Systems zu optimieren.
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„Vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV bis 2022:
Orientierungshilfen für die Praxis“
Dr. Markus Rebstock, Fachhochschule Erfurt

3. Umwelt / Technologie

„Wirtschaftlichkeit des elektrifizierten Busbetriebs“
Prof. Dr. Eric Sax, Karlsruher Institut für Technologie

„Dass die Zukunft im Busbetrieb den elektrischen Antriebskonzepten gehört, ist zum einen in der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe, zum anderen aber in den Vorteilen im Bereich Umweltschutz begründet“, erklärt Professor Eric Sax vom Karlsruher Institut für Technologie. Er ist überzeugt: „Am Ende rechnet sich das!
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„Auf dem Weg zum emissionsfreien Busverkehr“
Gerhard Schenk, Hamburger Hochbahn AG

Das politisch gesteckte Ziel ist ehrgeizig: Ab 2020 sollen in Hamburg nur noch Busse mit emissionsfreiem Antrieb für den ÖPNV angeschafft werden. Sowohl die Hamburger Hochbahn als auch die Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein bereiten sich daher bereits seit geraumer Zeit darauf vor, die notwendigen Voraussetzungen für die Umstellung auf Busse mit elektrischem Antrieb zu schaffen.
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„Wasserstoff als Schlüssel zum emissionsfreien Schienenverkehr“
Dr. Jens Sprotte, Alstom Transport Deutschland GmbH

„Kollisionen vermeiden: Fahrerassistenzsysteme für Stadtbahnen“
Gerald Newesely, Bombardier Transportation Austria GmbH;
Michael Rüffer, Frankfurter Verkehrsgesellschaft mbH

Es wird eng in den Städten und der vermehrte Wunsch der Menschen nach uneingeschränkter Mobilität bringt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf engstem Raum mit sich. Eine Herausforderung für jeden Verkehrsteilnehmer, vor allem aber für die Fahrer von Straßenbahnen. In Frankfurt werden die Fahrer der VGF daher durch ein von Bombardier Transportation entwickeltes Fahrerassistenzsystem unterstützt.
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4. Marketing / Tarife

„Swiss Pass: der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft“
Dr. Susanne Grün, Verband öffentlicher Verkehr, Schweiz

Mit der Einführung des SwissPass im Jahr 2015 haben sich die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs der Schweiz auf einen einheitlichen Standard in Bezug auf die Abbildung und Kontrolle von elektronischen Tickets geeinigt.
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„Raus aus dem Auto, rein in Bus und Bahn: Wie können wir überzeugen?“
Marcel Meeuwissen, Stadt Enschede, Niederlande

„Social Media in der Unternehmenskommunikation: Perspektiven und Potenziale“
Dr. Martell Beck, Berliner Verkehrsbetriebe AöR

Mehr als 140.000 Likes bei Facebook und über 113.000 Follower bei Twitter, hinzu kommen millionenfach aufgerufene Imagespots wie das Marketing-Video mit dem Song „Is‘ mir egal“ – das sind nur einige Rahmendaten zur mehrfach ausgezeichneten Imagekampagne „Weil wir dich lieben“ der Berliner Verkehrsbetriebe. Dabei waren die Anfänge zunächst alles andere als vielversprechend.
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„Renaisssance des Firmentickets: Mit neuen Angeboten am Markt reüssieren“
Dr. Markus Raupp, Stuttgarter Straßenbahnen AG
„JobTicket BW – der Kunde als Innovationstreiber?“
Thomas Horlohe, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Baden-Württemberg versteht sich als Wegbereiter für nachhaltige Mobilität. Die dauerhafte Sicherung und Gewährleistung nachhaltiger und umweltschonender Mobilität ist ein erklärtes Ziel der Landesregierung. Dazu zählt auch, Menschen dazu zu bewegen, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken und Anreize für den Umstieg zu bieten.
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5. Umweltverbund

„Den Umweltverbund stärken: Das Konzept der Innnsbrucker Verkehrsbetriebe“
Martin Baltes, Innsbrucker Verkehrsbetriebe GmbH

„Gesund durch den Umweltverbund: Wunsch oder Realität?“
Dr. Achim Schmidt, Deutsche Sporthochschule Köln

„Mit dem Rad den Nahverkehr ergänzen: Eine nutzerfreundliche kommunale Infrastruktur schaffen“
Ingrid Kühnel und Dieter Wolfarth, Verkehrsverbund KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH

„Kommunales Mobilitätsmanagement: Die Verkehrswende schaffen“
Theo Jansen, Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH

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